Geld für Bürgerprojekte

Geld für Bürgerprojekte

BÜRGER-vermögen-VIEL  fördert Vereine und verhilft Bürgern zu einem gemeinsamen Budget  (Bürgervermögen) für regionale Bürgerprojekte. Über die Verwendung der regionalen Bürgervermögen entscheidet jede Region autonom, mittels der hierzu einmal im Jahr1 einberufenen Spenden- oder Bürgerparlamente. 

BürgertalerStimmberechtigt sind alle in der jeweiligen Region bei BÜRGER-vermögen-VIEL angemeldeten Bürgerinnen und Bürger.2

Die Durchführung und Organisation der Bürgerparlamente obliegt den einzelnen Regionen/Initiativen.

Das erwartet Sie

Beim Bürgerparlament handelt es sich um eine nach der Methode „dynamic facilitation“ professionell moderierte Veranstaltung mit dem Ziel, gemeinschaftlich Ideen zu finden und am Schluss im Konsens zu entscheiden was mit dem jährlich erwirtschafteten „Bürgervermögen“ geschehen soll.

Voraussetzung für die Teilnahme ist nicht, dass Sie mit fertigen Ideen kommen. Erfahrungsgemäss entstehen diese im Laufe des Abends, der vollkommen offen beginnt und bisher jeweils für alle Teilnehmenden inspirierende und unerwartete Ergebnisse hervorbrachte.

Das „Bürgervermögen“ resultiert aus allen Bürgerkarteneinkäufen. Es ist dazu gedacht, über die einzelnen Förderprojekte hinausgehende Ideen zu ermöglichen. Bereits über die Bürgerkarte geförderte Vereine und Projekte können somit zumindest nicht direkt als Projekt gefördert werden. 

Stattdessen geht es an diesem Abend um das gemeinschaftliche Entwickeln von ganz neuen eigenständigen Projektideen. Selbstverständlich können die Projektideen aber an das Engagement von Förderporjekten anknüpfen – oder im weiteren Sinne damit zu tun haben.

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So wollen mehr über die Methode „dynamic facilitation“ erfahren?

Die Moderatorin Solveig Grundler, Geschäftsführerin der Firma agorakomm,  unterstützt Bürger-vermögen -viel seit bereits drei Jahren.

Sie schlug das besonderes Dialogverfahren von „dynamic facilitation“ für das Bürgerparlament als die passende Methode vor – und in der Tat, innerhalb von gut zwei Stunden durchleben die Teilnehmer einen überraschenden Prozess: so ergebnisoffen und inhaltlich diametral wie das Parlament beginnt, so eindeutig und konsensual endete es bisher jeweils.

Was ist eigentlich das Geheimnis der Methode?

Klaus Kopp: Frau Grundler: Was ist eigentlich das Geheimnis der Methode? Wie kommt es zu dem am Anfang unmöglich erscheinenden Konsens von so unterschiedlichen Menschen und Ideen?
Solveig Grundler: Also garantieren kann ich das natürlich nie. Aber die Chancen stehen in der Tat sehr gut. Ich denke es liegt daran, dass der Prozess sehr assoziativ verläuft – was einfach gut für die Ideenfindung ist. Ich führe also die Moderation nicht eng – sondern gebe weiten Raum für alles, was den Teilnehmern so in den Sinn kommt.
Klaus Kopp: Und was ja auffällt ist, dass Sie sehr viel mitschreiben.
Solveig Grundler: Ja, das stimmt. Das jeweils Gesagte wird mitvisualisiert und an großen Tafeln festgehalten. So geht nichts verloren – werden aber auch endlose Wiederholungsschleifen vermieden. Das ist für alle sehr beruhigend.
Klaus Kopp: Anders als der Begriff Parlament ja suggeriert, wird nicht wie im Wirtshaus gestritten, sondern eher ruhig gesprochen.
Solveig Grundler: Dynamic facilitation setzt auf das gegenseitige Zuhören. Es spricht immer nur eine Person und die so lange wie sie möchte. Das ist am Anfang sehr überraschend. Das man aussprechen darf. Aber nach einer Weile wird klar: es ist bereits alles im Raum. Sogar sichtbar. Dann wird es schwierig, noch etwas wirklich Neues zu sagen. Und da wird es dann auch immer stiller und ruhiger. Und aus der Ruhe heraus wächst dann der Konsens. Das sind manchmal magische Momente. Und aufgrund dieser Momente liebe ich die Methode so.
Klaus Kopp: Was müssen die Teilnehmer wissen oder mitbringen, wenn Sie kommen?
Solveig Grundler: Notwendig ist nur ein wirkliches Interesse an dem Thema und die Bereitschaft, sich auf die Methode einzulassen. Der Rest kommt von selbst.

 


Wichtige Informationen zur Vergabe des Bürgervermögens bei den einzelnen Regionen:

  • Termin für die erste Sitzung des Bürgerparlamentes zur Vergabe des Bürgervermögens in der Region AmmerLechTal war der 04.04.2014. Die 2te Sitzung des Bürgerparlamentes  in der Region AmmerLechTal zur Vergabe des Bürgervermögens aus 2014 in Höhe von Euro 3.088,00 fand am 15.10.2015 in Finning am Ammersee statt. Das dritte BürgerParlament tagte am 30.11.2016 in Landsberg am Lech und befand über 4.516,68 Euro.
  • Die Bürgerparlamente der anderen Regionen finden statt, sobald die einzelnen Bürgervermögen mehr als 1.500,- Euro betragen.
  • Beschliessen die Teilnehmer einer Region, keine Abstimmung durchzuführen, wird das Bürgervermögen anteilig den Förderprojekten in der Region gutgeschrieben.
  • Das Bürgervermögen der Region (überregional) wird für den allgemeinen Projektaufbau von BÜRGER-vermögen-VIEL verwendet.


1, Sofern sich in einer Region im Bürgervermögen mehr als 1.500 Euro angesammelt haben.

2, Die Region ist für jeden Teilnehmer frei auswählbar. Sie ist nicht an den Wohn-, oder Firmensitz gebunden.

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